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Parasema: Offizielle Symbole Griechischer Poleis Und Bundesstaaten

by: Killen, S.

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Category: Archaologische Forschungen
Code: 23668
ISBN-13: 9783954902347 / 978-3-95490-234-7
ISBN-10: 3954902346 / 3-95490-234-6
Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag
Publication Date: 2017
Publication Place: Wiesbaden
Binding: Cloth
Pages: 395
Book Condition: New
Comments: Archaologische Forschungen, Band 36 / 21,0 x 29,7 cm, 395 S., 484 s/w Abb., 57 farb. Abb., 36 Tafeln, 9 Karten, Gebunden

Die Studie untersucht erstmalig und umfassend das originär griechische Phänomen der Staatssymbole, sog. Parasema. Diese meist kleinformatigen Symbole, die von griechischen Poleis und Bundesstaaten als Staatssymbole von der Archaik bis zum Ende des Hellenismus geführt wurden, erhielten aufgrund ihrer Verwendung und Überwachung durch staatliche Institutionen und Funktionsträger offiziellen Charakter. Sie fungierten als Kontroll- oder Garantiezeichen oder gaben die Herkunft an. Wegen ihrer teils massenhaften Anbringung auf Alltagsgegenständen und der positiven Konnotation ihrer Motive waren sie prädestiniert, um ein Gemeinwesen optimal und allgemeinverständlich zu symbolisieren. 


Parasema – griechische Staatssymbole – begegneten den Menschen tagtäglich in griechischen Poleis: Die meist kleinformatigen Symbole waren auf Objekten des alltäglichen Lebens angebracht, wie auf Marktgewichten, Münzen oder Losplaketten, aber auch auf städtischen Siegeln oder auf Urkundenstelen. Diesen Gattungen ist gemein, dass sie offiziellen Charakter besaßen, da sie von staatlichen Funktionsträgern hergestellt bzw. verwendet wurden. Das Phänomen dieser Parasema ist bislang nur unzureichend erforscht: Es fehlt ein Überblick über das archäologische Material sowie seine Auswertung unter Berücksichtigung der literarischen und epigraphischen Quellen. Diese Forschungslücke schließt die vorliegende Studie, indem sie Parasema auf Grundlage einer vollständigen Materialsammlung aller Gattungen untersucht.
Dabei wird gezeigt, dass es sich bei Parasema um ein originär griechisches Phänomen handelt, das in insgesamt 14 verschiedenen Denkmälergattungen für den Zeitraum vom 6. bis zum 1. Jh. v. Chr. nachgewiesen werden kann. Nicht nur diese lange und vielfältige Verwendung, sondern auch die weite geographische Verbreitung – Parasema sind in 96 Poleis und 8 Bundesstaaten in Griechenland, Kleinasien und an der Schwarzmeerküste belegt – zeugen von der allgemeinen Verständlichkeit der Symbole und von ihrer Bedeutung für die Bürgergemeinschaften. In der ikonographischen Untersuchung werden vor allem die Parasema der Poleis Athen, Priene und Magnesia am Maeander in Fallstudien in den Mittelpunkt gerückt. Neben den staatsrechtlichen Funktionen – Garantie, Kontrolle, Herkunftsangabe – waren Parasema aufgrund ihrer stets positiv besetzten Motive bestens dafür geeignet, die Gemeinwesen in optimaler, knapper Form zu repräsentieren.
Die Studie umfasst zudem einen umfangreichen geographisch gegliederten Katalog, mehrere Appendices sowie 36 Tafeln.


Simone Killen (Jg. 1977) studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Lateinische Philologie in Münster und München. 2012 wurde sie mit der Arbeit „Parasema. Offizielle Symbole griechischer Poleis und Bundesstaaten“ in Münster promoviert. Für das Jahr 2016/2017 erhielt sie das Wülfing-Stipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Ihre Forschungsschwerpunkte sind neben der antiken Staatssymbolik vor allem Kleinasien, Numismatik, Marktgewichte und Maßgefäße sowie Woll- und Textilherstellung in der Antike.


In der Schriftenreihe der "Archäologischen Forschungen" werden monographische Werke aus den verschiedenen Forschungsgebieten der Klassischen Archäologie veröffentlicht. Einen Schwerpunkt bilden Arbeiten zur Architektur, Stadtforschung, Topographie und zur Alltagskultur Griechenlands, Kleinasiens und der Randgebiete der griechischen Welt. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von den Anfängen der historischen Epochen bis zur Spätantike. In den nächsten, zum Teil in Subreihen editierten Bänden werden Ergebnisse von Forschungen und Grabungen in den hellenistischen und römischen Städten Priene, Aizanoi und Pompeji vorgelegt. Herausgeber der "Archäologischen Forschungen" ist die Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin.

 

Vorwort   IX


Abkürzungsverzeichnis  XI

1. Einleitung      1

1.1. Einführung     1

1.2. Begriffs- und Forschungsgeschichte      2

1.3. Definition von Parasemon      4

1.4. Ziel und Fragestellungen      5

1.5. Untersuchungsgegenstand, Vorgehensweise und Materialbasis  8

Die Verwendungsbereiche der Parasema

2. Handel und Produktion   13

a. Münzen     13

1. Allgemeines zur Gattung 13 –

2. Forschungsstand 15 –

3. Funktion der Parasema 15 –

4. Geographische Verbreitung 15 –

5. Chronologie und Entwicklung 16

b. Marktgewichte    16

1. Allgemeines zur Gattung 16 – 2. Forschungsstand 18 – 3. Funktion der Parasema 19 – 4. Geographische
Verbreitung 20 – 5. Chronologie und Entwicklung 20

c. (Maß-)Gefäße   21

1. Allgemeines zur Gattung 21 – 2. Forschungsstand 23 – 3. Funktion der Parasema 23 – 4. Geographische
Verbreitung 24 – 5. Chronologie und Entwicklung 25

d. Amphoren   25

1. Allgemeines zur Gattung 25 –

2. Forschungsstand 26 –

3. Identifizierung von Parasema in
Amphorenstempeln 27 –

4. Funktion der Amphorenstempel 28 –

5. Geographische Verbreitung 32 –

6. Funktion der Parasema 32 –

7. Chronologie und Entwicklung 33

e. Ziegel   33


1. Allgemeines zur Gattung 33 – 2. Forschungsstand 34 – 3. Funktion der Parasema 35 – 4. Geographische
Verbreitung 37 – 5. Chronologie und Entwicklung 37
f. Webgewichte    38


1. Allgemeines zur Gattung 38 – 2. Forschungsstand 38 – 3. Geographische Verbreitung 39 – 4. Chronologie
und Entwicklung 40 – 5. Funktion der Parasema 40
g. Wasserrohre   43


1. Allgemeines zur Gattung 43 

2. Forschungsstand 44 

3. Funktion der Parasema 44 

4. Geographische Verbreitung 45 

5. Chronologie und Entwicklung 45

 

3. Rechtsakte  46
h. Siegel     46


1. Allgemeines zur Gattung 46 – 2. Forschungsstand 48 – 3. Funktion der Parasema 49 – 4. Geographische
Verbreitung 49 – 5. Chronologie und Entwicklung 50
i. Losplaketten      51


1. Allgemeines zur Gattung 51 – 2. Forschungsstand 52 – 3. Funktion der Parasema 52 – 4. Geographische
Verbreitung 53 – 5. Chronologie und Entwicklung 54
j. Psephoi   55


1. Allgemeines zur Gattung 55 –

2. Forschungsstand 55 –

3. Funktion der Parasema 55 –

4. Geographische Verbreitung und Chronologie 56


4. Staatliche Repräsentation      57


k. Urkundenreliefs      57


1. Allgemeines zur Gattung 57 –

2. Forschungsstand 58 –

3. Funktion der Parasema 59 –

4. Chronologie undEntwicklung 60 –

5. Geographische Verbreitung 61


l. Weihgeschenke      63


1. Allgemeines zur Gattung 63 –

2. Forschungsstand 63 –

3. Funktion der Parasema 63 –

4. Geographische
Verbreitung 64 –

5. Chronologie 65


5. Kriegswesen     66


m. Schilde    66

1. Allgemeines zur Gattung 66 –

2. Forschungsstand 66 –

3. Funktion der Parasema 67 –

4. Geographische
Verbreitung und Chronologie 68


n. Tätowierungen  68


1. Allgemeines zur Gattung 68 –

2. Forschungsstand 69 –

3. Funktion der Parasema 69 –

4. Geographische
Verbreitung und Chronologie 69


Untersuchungen

6. Chronologie und geographische Verbreitung der Parasema     71

6.1. Die Anfänge innerhalb der einzelnen Gattungen     71

6.2. Die Verwendungszeiträume in den Gattungen .   73

6.3. Das Ende?      75

6.4. Die Herkunft      76

6.5. Die Verbreitung insgesamt      77

6.6. Die Verbreitung nach Gattungen      78

6.7. Fazit      80

 

7. Ikonographie     81


7.1. Bildthemen  
Gattungs spezifische Verteilung der Bildthemen 86 

Anzahl der Parasema je Polis 89 

Chronologie der Bildthemen 90 

Geographische Verteilung der Bildthemen 91 

Stilistische Beobachtungen 91 

Vorbilder der Parasema 93 

Redende Zeichen 94 

Fazit 95

 

7.2. Poleis mit mehreren Parasema      96


7.2.1. Athen      96

Vorformen: Marktgewichte, ›Wappenmünzen‹ und Schildzeichen 96 

Übergang zu den ›Eulen‹ 97 –

Athenakopf und Eule auf Münzen 99 –

Parasema im 5. und 4. Jh. v. Chr. 100 –


Parasema im 3. Jh. v. Chr. 102 –

Beamtenembleme des 2. Jhs. v. Chr. 102 –

Parasema im
1. Jh. v. Chr.? 103 –

Ergebnisse 106


7.2.2. Priene     109


Athenakopf 109 –

Amphora 113 –

Webgewichte mit Athenakopf und Amphora im Vergleich 114 


Dreizack 114 –

Chronologie 116 –

Ikonographisches Programm 117


7.3. Bundesstaaten     117


Verbreitung in Bundesstaaten 118 –

Chronologie 119 –

Gattungen 120 –

Bundesstaatliche vs. städtische
Parasema 121 –

Bildthemen 121


7.4. Neuinterpretationen    122


7.4.1. Magnesia am Maeander und Alabanda      122

Der Reiter von Magnesia 122 –

Ein Münzabschlag aus Magnesia 124 –

Das Parasemon von Alabanda 125


7.4.2. Klazomenai     127


Städtische Münzprägung 127 

Urkundenrelief 128 

Parallelen 129


8. Funktion    132


8.1. Zuständige Beamte und gesetzliche Bestimmungen      132


8.2. Funktion und Bedeutung der Parasema    137


8.3. Beischriften     138


δημόσιον 139 

Ethnika 140 

Eigennamen 141 

Ziegelstempel 142 

Beischriften und mehrfach
verwendete Symbole 143 

Verhältnis zwischen Parasema und Beischriften 143


9. Soziokulturelle Bedeutung der Parasema     145

9.1. Demokratie      145

9.2. Autonomie     147

9.3. Konkurrenz    148


Hohes Alter 148 – Wohlstand durch Ressourcen 148 – Kult 148 – Herkunft 149 – Schauplatz eines

Mythos 149 – Lokale Charakteristika 149


9.4. Prestige    150

9.5. Kollektive Identität     150

10. Resümee      152

Katalog     155

Vorbemerkungen    155

 Appendices      267


Vorbemerkungen      267


Appendix 1: Fehlende Zuweisungen      268


Appendix 2: Incerta      277


Appendix 3: Auszuschließende Objekte     294


Exkurs Thrakien   299

Literaturverzeichnis  303

Register   340

Geographie   340

Ämter und Personen   341

Stichworte   342

Abbildungsnachweis   346

Karten 1–9   353

Tafeln 1–36

 
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  • ISBN-13: 9783954902347 / 978-3-95490-234-7
  • ISBN-03: 3954902346 / 3-95490-234-6
  • Dr. Ludwig Reichert Verlag, Wiesbaden, 2017

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